Auf antiken und heiligen Spuren – Assisi&Rom-InfoReise (Fazit)

Winnie Schanz | 23. Juli 2017 | Reiseberichte

Fazit dieser Reise: Eins ist sicher: Assisi wird mich wiedersehen!

Viel zu schade, um hier tagsüber nur mal reinzuschauen: Insbesondere morgens & abends strahlt das mittelalterliche Ambiente der schmalen Gassen, winkeligen Stiegen und gemütlichen Tavernen seinen eigenen Charme aus – die Invasion der Tagesgäste steht morgens noch bevor, oder ist abends wohltuend vorüber.

Assisi als Standort für Tagesausflüge ist prima gelegen – abends dann gemütlich auf dem Piazza den vergangenen Tag Revue passieren lassen:

Peruggia: Die Provinzhauptstadt von Umbrien – geprägt auch durch ihre vielen internationalen Studenten, und natürlich „Bacio „, der unwiderstehlichen Nusspraline, die sicherlich Vorbild war für manches Produkt von Ferrero.

Orvieto: Oberhalb des Tiber-Tales gelegen, eine Gründung der Etrusker, gelegen auf einem Tuffstein-Plateau. Der monumentale Dom beherrscht das Stadtbild – aber nur von Weitem, denn in den engen Gassen um den Dom herum ist er nicht zu sehen.

Lago Trasimeno: Rund um den viertgrößten See Italiens, der nur max. 6 m tief ist, hat es viele kleine Dörfer mit einfach umwerfend guter Küche, die die vielfältigen lokalen Zutaten verwendet. 2 der 3 Inseln im See sind per Boot zu erreichen – schnell & Hektik geht anders.

Spoleto: Als ehemalige Hauptstadt Umbriens hat diese Ortschaft sehr lange auch strategische Bedeutung gehabt: Die große Festung oberhalb dominiert die Stadt.

Gubbio: „Traum eines mittelalterlichen Miniaturisten“ wurde die Stadtanlage genannt: Ein vollständig erhaltener Mauerring, steile Strassen und einer der schönsten Plätze Italiens, der „Piazza Grande“. Hier schlägt das wahre Herz Umbriens.

Via Di Francesco: Der Trend zum Pilgern ist auch hier angekommen – aber überlaufen ist woanders. Gut ausgeschildert, viele Teilstücke auch mit dem Bus kombinierbar, lassen sich die Werte, für die Franciscus sich mit seinem vermögenden Vater überworfen hat, unterwegs noch besser verstehen. Heute würde ein Werbe-Texter sagen: „Reduce to the Max!“

Mindestens eine Weinprobe ist in Umbrien natürlich Pflicht: Es muss nicht zwingend Lungarotti sein. Bereits vor Jahrzehnten hat dieses international bekannte Weingut einen hohen Qualitätsstandard gesetzt – viele Winzer haben in den letzten 10, 20 Jahren diesen Trend gekonnt fortgesetzt.

Weniger als eine Woche in Umbrien wäre eine Sünde – 14 Tage machen Sinn, wenn der eine oder andere Wander- oder Ruhetag eingebaut ist – 10 Tage sind ideal.

Assisi liegt ca. 2,5 – 3 Std Fahrt von Rom entfernt: Anreise per Flug empfohlen.

Rom als wuselige, sehr lebendige, auch laute Hauptstadt Italiens lässt sich zwar als Tagesausflug von Assisi durchaus machen – passt aber nicht wirklich zu der so angenehmen Ruhe, die diese kleine Stadt in Umbrien ausstrahlt. Rom ist definitiv eine eigene Reise wert!


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