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Armenien Garni Mithras Tempel

InfoReisen

Armenien und Georgien – Auf den Spuren von… Ja, was eigentlich?!

Ein armenisches Sprichwort sagt „Berg und Tal kommen nicht zusammen, aber Menschen“, ein georgisches „Es ist besser etwas einmal zu sehen, als

...zehnmal darüber zu hören“.

Wie gut diese Weisheiten doch zu unserer InfoReise passen, die ich zusammen mit 9 Multiplikatoren am 16. Oktober vergangenen Jahres antrat – ganz unter dem Motto „Begegnung mit der Kultur des Kaukasus“!


Doch wem würden wir hier eigentlich begegnen? Was wissen wir im Vorfeld überhaupt über die beiden Länder? Auf wessen Spuren bewegen wir uns hier?! Der Kaukasus – alles nur ein Mythos? Warum strandete gerade hier die Arche Noah, warum suchten die Argonauten genau hier das goldene Vlies und warum brachte Prometheus das himmlische Feuer an diesen Ort?

Armenien und Georgien, das ist Mythos und Sagenhaftes. Doch hier zu den Fakten:

  • Armenien und Georgien liegen beide südlich vom Großen Kaukasus, der sie vor den kalten russischen Nordwinden schützt
  • in beiden Ländern können menschliche Besiedlungen bis in die Altsteinzeit nachgewiesen werden
  • durch beide Länder führte einst eine Route der Seidenstraße zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer
  • beide Länder haben seit fast 2.000 Jahren eine christliche Kultur, die alle Eroberungen durch Perser, Mongolen, Osmanen und Russen ausgehalten hat – sie haben damit die dauerhafteste christliche Tradition weltweit, und sind bis heute eine „christliche Insel in der Welt des Islam“
  • beide haben sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion für eigenständig erklärt
  • beide Länder haben Ärger mit ihren Nachbarn: die Georgier mit den Russen wegen des Streits um Südossetien; die Armenier mit den Türken wegen des Genozids von 1915 und mit den Aseris (Aserbaidschanern) wegen der Besetzung von Bergkarabach
  • beide haben ein politisches System, in dem der Präsident mehr Macht hat als Parlament und Regierung zusammen
  • die Menschen in beiden Ländern sehen sich als Kaukasier, die einer eigenen Sprach- und Kulturgemeinschaft angehören – aber es gibt über 20 verschiedene Sprachgemeinschaften, allein in Georgien

WÄHREND DER REISE WIRD ES DANN KLARER…

Auf unserer InfoReise folgten wir also den Spuren einstiger Weltreisender, den Spuren des alten Christentums, durch das orientalisch anmutende Armenien mit seinen jahrhundertealten Kirchenbauten bis ins landschaftlich verträumte Georgien. Wir sahen Armeniens Hauptstadt Yerevan, die zu den ältesten Städten der Welt zählt. Highlights waren hier der Republikplatz und die Kaskade – eine Kulturstelle der modernen Kunst. ARMENIEN begeistert aber auch mit seinen unzähligen Klöstern, von denen wir ein paar besuchen durften. Gemeinsam mit Liana, unserer liebenswerten und erfahrenen Reiseleitung, ging es zum UNESCO-Weltkulturerbe-Kloster Geghard, zum Kloster Sevanawank am Sevan-See und zum Kloster Chor Virap am Fuße des Ararat – um nur ein paar zu nennen. Armenien ist also bekannt für bedeutende Klöster… das ist jetzt klarer. Aber auch für völlig unerwartete, steinerne Zeitzeugen ist das Land im Kaukasus bekannt: Wir besuchten den Mithras Tempel in Garni. Die zyklopischen Mauern, welche einst diese königliche Sommerresidenz umschlossen, wurden tatsächlich schon im 3. Jahrtausend vor Christus errichtet! Seine damaligen Bewohner machten den Ort und die Region zu einem der größten metallurgischen Zentren und zur Handelsmacht in Mesopotamien und Vorderasien. Die auch „Sonnentempel“ genannte Kultstätte war der Göttin Mitra gewidmet. Im Dorf Garni durften wir auch beim traditionellen Brotbacken zuschauen – dazu später mehr. Unser Gruppenfoto schossen wir mit Blick auf eben jenen legendären Berg: den Ararat, wo die Arche Noah nach der Flut gestrandet sein soll – ein Nationalsymbol, das im Ausland liegt. Er ist der höchste Berg der Türkei; von armenischer Seite aus lässt sich der Berg, den einst die Osmanen ihrem Reich einverleibten, deshalb leider nicht besteigen. Umso bedeutender war es für mich, einen so unvergesslichen Blick auf die beiden Gipfel zu erhaschen.

Auch GEORGIEN ist sehr vielfältig und in seiner Art und so einmalig. Es ist ein Land voller Kontraste, voller Gegensätze, überraschend und so völlig anders, als erwartet. Eine Region vielfältiger Kulturen an der Grenze zwischen Orient und Okzident; die Traditionen von Ost und West treffen hier unübersehbar aufeinander. Außerdem ist Georgien die Wiege des Weines! Und so konnten wir beim Essen den einen oder anderen guten Tropfen kosten. Typisch für Georgien ist die Quevri-Produktion – die weltweit älteste Form der Weinherstellung, bei der die Trauben in einer speziellen, tönernen Amphore gekeltert werden. Georgiens Weine haben einen ganz besonderen, eigenständigen Charakter und entspringen einer Tradition, die über 8.000 Jahre zurückreicht. Von 4.000 Rebsorten weltweit stammen 500 aus Georgien! Von hier aus verbreiteten sich der Wein und die traditionelle Methode seiner Reifung weiter über Mesopotamien, Ägypten und Griechenland. Selbst das Wort „Wein“ bzw. „Vino“ leitet sich aus der altgeorgischen Bezeichnung „Ghvino“ ab! Wein und Georgien – das sind also zwei Worte, die untrennbar miteinander verbunden sind.

Wer Georgien kennenlernen will, muss also die Essgewohnheiten und die Trinksprüche erleben! Daher bietet sich Georgien hervorragend für Wein-Reisen an und das inmitten traumhaft schöner Landschaften und historisch bedeutenden Stätten. Beides sahen wir auf unserer InfoReise zuhauf; gemeinsam mit Liana erkundeten wir Tiflis – eine wunderbare Stadt, sehr westlich orientiert – und genossen die besondere Atmosphäre in der Altstadt. Highlights waren hier die unter persischer Besatzung errichtete Narikala-Festung und die Monumentalstatue Kartlis Deda – auch „Mutter Georgiens“ genannt. Es lohnte auch der Besuch in Mzcheta, mittelalterliche Landeshauptstadt und bis heute religiöses Zentrum.

SOVIEL ZU DEN SEHENSWÜRDIGKEITEN – UND WEM BEGEGNETEN WIR JETZT WIRKLICH?

Das größte Geheimnis der Anziehungskraft Armeniens und Georgiens sind definitiv seine Menschen: Jeder hier war unglaublich gastfreundlich und nett. Das merkten wir bei jedem Kontakt mit Einheimischen, allen voran bei unseren Mahlzeiten, die wir meistens in Privathäusern zu uns nahmen – sehr authentisch! Auch bei den vielen eingeplanten Begegnungen fühlten wir uns immer willkommen. Bei unserem Besuch beim Kreuzstein-Meister Sergej erfuhren wir, warum diese kunstvollen Steine ein Sinnbild der christlichen Hoffnung und Mahnmale für Andersgläubige sind. Sergej ist einmalig auf seinem Gebiet und das Gespräch war sehr informativ! Ein weiterer schöner Moment auf der Reise war, als uns ein 9-jähriges Mädchen großartige Tänze während dem Mittagessen vorführte: Die armenische Musik bewegt die Herzen durch ihre tiefgreifende Wehmütigkeit und Melancholie. Jeder einzelne Tanz erzählt die Geschichte der ganzen Nation. Viele Geschichten zu erzählen hatte auch Priester Ter Vrtanes, der uns im Kloster Odzun empfing. Er sang außerdem für uns – Gänsehaut! Und zum Brotbacken in Garni: Die armenische Küche ohne das Fladenbrot Lavash? Unvorstellbar! Lavash ist mehr als nur ein Brot – es ist ein fester Bestandteil der Küche und ein Stück armenischer Identität. Aufgrund seiner Bedeutung, Zubereitung und Form wurde es 2014 von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe erhoben. Während wir den Damen bei der Zubereitung zuschauten (die wohlbemerkt mehr Kunsthandwerk als alles andere ist) erklärte uns Liana, was das Besondere an den Zutaten, der Herstellung des Teiges und am Backen in den speziellen „Toniers“ ist. Doch sehen Sie selbst:

Brot backen in Garni

Sergej der Kreuzstein-Meister bei der Arbeit

MEIN FAZIT

Nach diesen 7 unvergesslichen, erlebnisreichen Tagen kann ich also nur mit einem weiteren Sprichwort abschließen; wieder mit einer georgischen Weisheit, die nicht besser zeigen könnte, wie Armenien und Georgien mir fortan im Gedächtnis bleiben: „Jeder Gast wird von Gott persönlich geschickt“. Reisen Sie mit Ihrer Gruppe nach Armenien und/oder Georgien und begeben auch Sie sich auf die Spuren der Vergangenheit, des alten Christentums und des Weines!

Konnten wir Ihr Interesse wecken?

Dürfen wir Ihnen bei der Organisation Ihrer Gruppenreise helfen, oder haben Sie unendlich viele weitere Fragen? Dann zögern Sie nicht, wir freuen uns auf Sie!

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