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Jordanien Titel

Unsere Reisenden

Jordanien - Das Reisetagebuch

Unsere Jordanien InfoReise aus der Sicht unserer womöglich zukünftigen Gruppenplaner

11. Februar 2019 – Anreise Frankfurt - Amman

Mit dem heutigen Tag begann unsere InfoReise nach Jordanien. Aufregend – jedenfalls für mich, da ich bislang in einem arabischen Land noch nicht war. Wie stand es in den Reiseinformationen – individuelle Anreise zum Flughafen Frankfurt/Main. Um 8:34 Uhr fuhren Rainer und ich mit der Euregiobahn von Merkstein nach Aachen Hbf. Ganze zwanzig Minuten dauerte die Fahrt, so dass wir um 9:00 Uhr in Aachen pünktlich ankamen. Um 9:50 Uhr sollte es dann mit dem ICE von Aachen direkt zum Flughafen Frankfurt gehen. Diese Bahnfahrt dauert ca. eineinhalb Stunden. Aber da ja auf die Deutsche Bahn Verlass ist – zumindest was Verspätungen anging – kam der ICE mit 15 Minuten Verspätung in Aachen an. Das fängt ja schon mal gut an – dachte ich mir. Wir kamen mit ca. 1 Stunde Verspätung, aber dennoch rechtzeitig in Frankfurt an. Dann begann das große Laufen – denn wir mussten uns den verabredeten Treffpunkt ja noch suchen und der Frankfurter Flughafen ist ja für seine langen Wege bekannt. So erreichten wir dann als erste den verabredeten Treffpunkt. Zunächst standen wir etwas verloren herum, aber dann trudelten die anderen Mitreisenden nach und nach ein, bis schließlich alle da waren. Betty Anz begrüßte uns alle ganz herzlich, und wir legten unsere Namensschildchen an, damit wir uns so schon mal bekannt machen konnten. Nach dem Check-In und der Sicherheitskontrolle ging es dann mit Royal Jordanien nach Amman, der Hauptstadt Jordaniens. Ca. viereinhalb Stunden dauerte der sehr angenehme Flug, sehr freundliche Bordcrew – alles optimal. Nach der Ankunft in Amman wurden wir von einem Herrn im Empfang genommen, der für uns alle die Einreise nach Jordanien vornahm. Ebenfalls alles topp organisiert. Als dann jeder seinen Koffer wieder gefunden hatte – was ja immer bei jeder Flugreise – ein spannender Augenblick ist - konnten wir das Flughafen- Gebäude verlassen und wurden zu unserem Bus gebracht, der uns nun in den nächsten Tagen zu einem zweiten zu Hause wurde. Dort lernten wir dann auch unseren Busfahrer Haitham und unseren lieben und tollen Fremdenführer Wael kennen, die uns beide in den nächsten Tagen Jordanien näherbringen sollten. Vom Flughafen ging es dann zu unserem ersten Hotel „Amman International Hotel“ – ein sehr schönes und zu empfehlendes Hotel. Drei Nächte waren wir dort zu Gast. Nachdem alle ihre Zimmer bezogen hatten, trafen wir uns zum gemeinsamen Abendessen mit einem wahrhaft köstlichen Warm/Kaltbuffet mit allen möglichen einheimischen und internationalen Speisen – einfach lecker!!! Nach dem Abendessen hat uns Betty Anz dann Sinn und Zweck dieser InfoReise nähergebracht. „Das ist keine Urlaubsreise“ – so erklärte sie, denn was uns in den kommenden Tagen erwarten sollte, war ein sehr dichtes Programm, einfach klasse vorbereitet, organisiert und durchgeführt. Auch wenn es kein „Urlaub“ war, es war sehr schön und beeindruckend für mich – und ich denke auch für alle anderen auch. Schließlich machten wir alle noch eine kleine Vorstellungsrunde, damit unsere Gruppe näher zusammenrücken konnte. So ging der erste Tag unserer gemeinsamen Reise nach Jordanien zu Ende.

Heinz Intrau

12. Februar 2019 – Amman, Umm-Qais & Jerash

Morgens roter Sonnenaufgang. Es ist um 6:20 Uhr hell! Nach dem Frühstück im Hotel fahren wir mit dem Bus nach Umm-Quais, dem antiken Gadara, nördlich von Amman. Auf dem Hinweg wird uns am Fluss Jabbok die biblische Stelle gezeigt, wo Jakob mit Gott kämpfte. Später auf der Fahrt sehen wir zufällig, wie an einer Kreuzung auf dem Bürgersteig ein Schaf geschlachtet wird. Kleiner Stopp im großen Gemüsegeschäft. Draußen - ohne Kühlung - ist das Obst billiger als im klimatisierten Geschäft. Dies erklärt eine ganz verschleierte Frau freundlich auf Englisch und lädt ein paar Leute aus unserer Gruppe zum Kaffee ein. Gadara ist eine kleine römische Ausgrabung, von der aus man auf den See Genezareth sehen kann. Wir allerdings erahnen ihn mehr als das wir ihn sehen. Daneben sehen wir die Golan-Höhen. Auf dem Weg zurück zeigt uns Wael das antike Theater. Es hat eine Wahnsinns-Akustik! Es klingt mir noch jetzt in den Ohren. Anja, die norddeutsche Pastorin kennt mich schon mit Namen. Zum Mittagessen gibt es ein köstliches frischgebackenes Brot und ein Reisgericht mit Huhn, das umgestülpt wurde, mit Joghurt, lecker! Dazu Zitronensaft mit pürierter Minze. Im Bus gibt Ilse Schulenburg eine Runde Ferrero-Rocher aus, sehr nett! Dann nach Jerasch, eine total beeindruckende alte Römerstadt, mit Artemis-Tempel. Im Theater spielen drei Musiker in Uniform Dudelsack, von Frere Jacques bis Freude schöner Götterfunken, wir singen mit. Wunderschön. Am Ausgang dann Granatapfelsaft mit Orange! Auf der Fahrt durchs Land sind mir die vielen Baumschulen aufgefallen. Leere Olivenöl-Kanister werden für die Setzlinge verwendet. Wie in Deutschland an jedem Geschäft "sale". Umgekehrt stelle ich fest, dass die arabischen Ziffern hier anders geschrieben werden als bei uns. Abends in Amman dann noch ein Besuch bei Aida, einer in Deutschland geborenen deutsch-jordanischen Frau, die uns sehr selbstbewusst ihre Sicht der Dinge darstellt.

Vera Busse

13.2.2019 – Bethanien und Totes Meer

Nach dem Frühstück um 8:00 Uhr Abfahrt zur Theodor-Schneller-Schule. Empfang zunächst in der Schreinerei, die aber zurzeit mangels Lehrlingen stillgelegt ist. Waisenkinder, Jungen und Mädchen, die zusätzlich in christlicher Religion und Deutsch unterrichtet werden. Unsere Lehrerin Annette wird von uns animiert und singt mit der Klasse. Abschluss im Gästehaus mit Tee und leckerem Gebäck. Dann zur Zitadelle im wilden Stadtverkehr und kurze Sicht auf den Königspalast. Zitadelle mit sehr großen Ausmaßen, Herkulestempel und Fundamente der byzantinischen Kirche, Omayaden-Palast mit rekonstruierter Holz- decke, im Hintergrund eine riesige Jordanien-Fahne und die Geräusche der Stadt, ewige Rufe, aber nicht vom Muezzin sondern vom Gemüsehändler. Dann ins archäologische Museum, Besichtigung der 10.000 Jahre alten Plastiken von Ain Ghazal mit großen Mandelaugen! Wunderbar! Figuren sind aus einem Kalk-Lehm-Gemisch. Weiter zum Basar. Herrlicher Rundgang, wir kaufen mit Frau Bettina Anz Gewürze und köstliche kandierte Früchte. Kurze Einkehr bei einem Saftmacher, Granatapfel mit Orange, und dann zum Imbiss Käse mit Engelshaar. Noch köstlicher. Der Bus holt uns ab. Nun fahren wir zur biblischen Taufstelle, am Jordan. Fahrtzeit eine Stunde.

Die Landschaft wird immer karger und sandiger. Dann die Null-Meter- Grenze mit Fotostopp: Wir sind auf Höhe des Meeresspiegels. Dann kommen wir nach Bethanien und halten kurz beim Eliashügel. Weiter zum Jordan. Sehr ordentlich und gepflegt der Fußweg zur Taufstelle. Im Hintergrund die verschiedenen christlichen Kirchen. Am Jordan ein Blick hinüber nach Israel! Es wird uns auch etwas geboten, eine große Taufe von einer Gruppe von gut 20 Personen. Auf dem Weg zur Taufstelle immer wieder Tafeln mit Mosaiken, von wichtigen Besuchern an der Taufstelle und Erklärungen, sowie alten Kirchen. Nun weiter zum Toten Meer. Ein einmaliges Erlebnis! Täglich herrliche Sonnenauf- und -untergänge, der am Toten Meer ist besonders schön. Vor dem Abendessen im Hotel noch ein Stopp bei einem Zuckerbäcker zum Kauf von orientalischem Gebäck.

Vera Busse

14.02.2019 Valentinstag – Madaba, Berg Nebo und Karak

"Wenn ich dich je vergesse, Jerusalem..", heißt es im 137. Psalm. Nein, an Amman habe ich „mein Herz nicht verloren“, denke ich an diesem Morgen und erinnere mich vor der Abfahrt um 8:00 Uhr an den Valentinstag 2018 in der Heiligen Stadt Al Quds, gut 70 km westlich von hier gelegen.

Busfahrt zum Berg Nebo: „Mein Herz geht auf“ als uns Hans schon früh am Morgen mitnimmt auf die Spuren eines geheimnisvollen Scheichs. Der damals inkognito reisende Schweizer Johann Ludwig Burckhardt entdeckte 1812 auf einer Reise von Damaskus nach Kairo Petra wieder. Hans stimmt uns mit seinem Vortrag über das Nabatäerreich und damit auf das Ziel unserer Tagesetappe am Donnerstag ein. Er erläutert uns die Bedingungen für die Entscheidung der Beduinen, sich im ersten vor- christlichen Jahrtausend in Petra anzusiedeln, spricht über die Blütezeit ihres wirtschaftlichen Handels an der Weihrauchstraße und dem Königsweg, sowie über die Erfindung eines erstaunlichen Bewässerungssystems in der „strategischen Mausefalle“. Er erinnert auch an ihre politische Klugheit, sich in äußerer Bedrängnis mächtiger Feinde freizukaufen. Gebannt hören wir zudem seine Gedanken über die Religion der Nabatäer bis hin zu seinem intellektuellen Ausflug zum Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, Jan Assmann (Das Buch "Totale Religion" habe ich daraufhin gelesen! Danke, für den Tipp!). Und so ganz nebenbei erfahren wir dabei auch, welchen materiellen Wert damals eigentlich so eine Karawane hatte und was da ein Verlust für einen Schaden bedeutete.

Mount Nebo: Wael erkundet mit uns an der ersten Station das Gelände in gut 800 m Höhe und zumindest ich kann sofort den sehnsüchtigen Blick des Mose mit Richtung auf die westliche Jordanseite nachempfinden. Die offizielle vom Vatikan erklärte Milleniums-Pilgerstätte ist stattlich herausgeputzt. Vom Denkmal der letzten Papstvisite steigen wir ein Stück hinauf und kommen zum Kreuz (der stilisierten „Ehernen Schlange“) vor dem Eingang der Mose-Gedächtnis-Kirche. „Dreimal hüpft mein Herz“ dann in der neu gestalten Franziskanerkirche. Es ist zuerst die tolle Architektur, die Verbindung von alt und neu, die mich gleich begeistert. In den Bann ziehen mich dann aber die drei bunten Glasfenster in der Apsis, die einen Ausschnitt aus der Mose- geschichte bieten. Als wir schließlich mit unseren Stimmen die Kirche spontan singend füllen (Laudate omnes gentes), wird mir deutlich, warum Menschen spirituelle Orte brauchen und deshalb auch bereit sind, tausende Kilometer dafür zu reisen.

Madaba: Bereits das wunderbare Bodenmosaik in der Mose-Gedächtnis-Kirche „erweckte in meinem Herzen Vorfreude“, als wir in die griechisch-orthodoxe St. Georgs Kirche nach Madaba kommen. Die älteste geographische (Mosaik-)Karte aus dem 6. Jahrhundert ist trotz ihrer massiven Beschädigungen nicht nur kartographisch interessant, sondern bietet zugleich noch viel tiefere Einblicke. Skurriles, wie einen Fisch, der vor dem salzigen Wasser im Toten Meer in den Jordan flieht, und tiefgründiges, wie ein „überdimensioniertes“ und nicht maßstabgerechtes Jerusalem. Eine Karte, die die Religionsgeschichte des Heiligen Landes aus damaliger Wahrnehmung heraus erzählt. Doch Madaba hat noch mehr zu bieten: Einen deutschen Supermarkt, einen wunderbaren Granatapfelsaft und Falafel to go. Meiner Tochter erfülle ich dort einen Herzenswunsch mit dem Kauf einer arabisch gekleideten Barbie. Mit dem Bus geht es weiter die Königsstraße entlang. Wir halten kurz für einen atemberaubenden Ausblick in den Grand Canyon Jordaniens (Wadi Mujib) und erblicken den neu errichteten Stausee in der stechenden Mittagssonne. Unterwegs verweist uns Wael auf einen ebenso lohnenden Ausflug zur Herodesfestung, Festung Machaerus nahe dem Dorf Mukawir. Dafür ist jetzt leider keine Zeit. Doch die Geschichte ist trotzdem schon in meinem Kopf: Was wäre wohl aus Johannes dem Täufer geworden, hätte Herodes seiner Stieftochter Salome den Herzenswunsch ihrer Mutter abgeschlagen? Und darf die Liebe so weit gehen? Hans setzt seine Vorlesung vom Morgen jetzt fort und nun wird es - während manches Herz bereits im Schaukeltakt des Busses ruht - religionsgeschichtlich: „Wie schaut man auf Religion?“ Von Harvey Cox, Stadt ohne Gott, über Echnatons singulären Monotheismus in Ägypten bis hin zu den Dschinnen (von Geisterkulturen und Beschwörungsformeln) spannt er seinen Vortrag. Er referiert die vier Funktionen von Religion und erläutert den Kern im Hinblick auf Transzendenzerfahrungen (Mein Herz würde sich freuen, wenn es die beiden Vorträge in der Anlage zum Reisetagebuch gibt! Danke, Hans!!!). Am Ende sind wir bei Küng und den Themen Wissen über andere Religionen, Respekt und Toleranz gegenüber anderen Wertvorstellungen. Das ist auch meine Herzenssache bei der Planung einer solchen Reise: Die Leute sollen an historischen Orten lebendige Steine erleben, die Geschichte erzählen, und Menschen, die sie heute für sich entdecken, deuten und ins Gespräch bringen.

Karak: Die Geschichten, die sich zur Zeit der Kreuzfahrer hier in Karak abspielten, bezeugen jedoch oft genau das Gegenteil für die Vergangenheit: Wael erzählt nicht nur über die Baugeschichte der Festung, sondern auch über den grausamen (un)christlichen Burgherren, Rainald von Chatillons. Auch wenn Saladin ihm am Ende den Kopf nimmt, relativiert Wael doch in einem kleinen Exkurs die Tradition des sogenannten Heiligen Krieges im Islam. Doch Fanatiker und Fundamentalisten finden sich leider in jeder Religion (siehe Assmann). Wir stolpern durch dunkle Gänge und Räume, ein eisiger Wind pfeift, und wir hören Gruselgeschichten über Menschen, die mit hölzernen Sturzhelmen die Festungsmauer über 900 m heruntergestürzt wurden, um sie besonders qualvoll zu töten. Das schnürt einem das Herz zu! Ich träume mich beim Gehen zur hellen, gut ausgeleuchteten Kreuzfahrerburg in Akko am Mittelmeer zurück, die mittlerweile ein tolles interaktives Museum geworden ist. Da ist in Jordanien an manchem Ort im Hinblick auf den Tourismus noch viel Luft nach oben. Da mache ich aus meinem Herzen auch keine Mördergrube. Viel Herzensfreude macht mir der erzwungene Stopp in den Gassen der Altstadt. Das ist das pralle, gemutmaßte orientalische Leben jenseits aller Tradition und Theorie. Vor unserem Busfahrer ziehe ich meinen Indiana-Jones- Hut: Chapeau! Der hat kühlen Kopf bewahrt!

Christoph Maties

Auf dem Weg nach Petra: Nach einem Snack mit Bananen und Orangen erfahren wir im Bus von Wael etwas über Hühnerfarmen am Wegesrand sowie über die aktuelle (weil preisgünstiger) Popularität des importieren Fleisches aus Rumänien und Ozeanien (Hat auf solchen Farmen auch jemand ein Herz für Tiere?). Vogelhäuschen zur Rechten am Straßenrand des Wüsten- Highways weisen dann auf die Gaspipeline aus Ägypten hin, Betondeckel zur Linken auf die Wasserpipeline nach Amman. Eine Raststätte mit Antiquitäten - auch mit Mosaiken - ist eigentlich mehr als eine Teepause wert. Nur wie bekomme ich den verspielten und gefüllten Wasserbrunnen mit? Die längste Tagesstrecke der Reise ist endlich am frühen Abend geschafft. Im Bus lese ich gerade vom Kieler Campus-Urteil zum Thema Verbot der Vollverschleierung an der Uni. Ich denke zurück an die junge Frau in Madaba, die geschmackvoll geschminkt, mit Nasenring geschmückt und mit elegantem Kopftuch bekleidet mir morgens noch die Barbie verkauft hatte (und an Aida, die überhaupt kein Kopftuch trägt). Beides hat hier seinen Platz, übrigens auch am Strand von Aqaba.

Petra: Nicht das schlichte Hotel, aber auf jeden Fall „Petra by night“ ist heute mehrere Oscars wert. Vor allem der wunderbar ausgeleuchtete Weg für die Nachtwanderung, der die Strecke und die felsige Umgebung im Siq nur erahnen lässt. Auch die einfühlsame orientalische Musik, die vor dem Schatzhaus erklingt und die zur Meditation im Kerzenlicht über diesen Ort einlädt, verdient einen Oscar. Die abschließende farbenprächtige Illumination des Schatzhauses ist atemberaubend, das geht noch einmal ans Herz. Alla hjärtens dag steht für heute in meinem schwedischen Kalender. Ich schicke aus der Hotellobby noch einen Kurzfilm von Petra by night via WhatsApp an die Herzens- dame nach Hause. Die Vorfreude auf Petra by day am Freitag steigt, während in der Nacht unerwartet der Eisregen ans Fenster klopft und ich auf die schneebedeckten Hänge und gefrorenen Autos schaue.

Christoph Maties

15. Februar 2019 – Petra bis zum Wüstencamp Wadi Rum

Nach dem Erwachen und den üblichen persönlichen Instandsetzungsarbeiten wagte man den ersten Schritt auf den Flur. Ob der Kälte dort verflog der vielleicht noch vorhandene letzte Rest von Schlaf wie im Flug. Das einfache Frühstück passte zum Haus. Die Bedienung war freundlich und hilfsbereit, konnte die baulichen Defizite des Hauses nicht ausgleichen. Faszinierend blickten wir durch die großen Fenster auf die wie mit Puderzucker bestäubten Gipfel der von der Morgensonne beschienen Berge und auf die mit einer dicken Reif-Schnee-Schicht überzogenen Autos vor dem Hotel.

Nachdem das Gepäck eingeladen, die letzten „Schneefotos“ geschossen waren, brachte uns der Bus Richtung Eingang des Weltkulturerbes Petra. Große Reisebusse um 8:00 Uhr auf dem Parkplatz spuckten Touristen aller Nationalitäten und Nationen aus, die sich dann auf den Weg machten. Noch vor dem Erreichen des Eingangs zum Siq wies uns Wael auf wichtige Dinge am Rande hin und erklärte ihre Funktion. Eins der größten Probleme sind die plötzlich auftretenden heftigen Regenfälle, die sturzflutartig den Siq hinunter schießen. Bedingt durch seine Enge, steigt das Wasser dann im Siq enorm an und ist eine tödliche Bedrohung für Mensch und Tier. Um davor sicherer sein zu können, bauten die Nabatäer einen Tunnel, der in einen Kanal führte und das Wasser um die Stadt herum leitete. Nur bei wirklich extremen Regenfällen half auch diese genial angelegte Anlage nicht.

Nicht nur die Nabatäer haben ihre Spuren hinterlassen, auch die Römer machten deutlich, wer jetzt die Herren hier waren. Erst bei näherem Hinsehen entdeckt man am Anfang des Siqs die Reste eines römischen Bogens. Die auf beiden Seiten verlaufenden Rinnen, die Teilstücke mit uralter Pflasterung, die Nischen für Gottheiten der Kaufleute, die sich mit einem kleinen, ausgesuchten Teil ihrer Waren bis in die Stadt aufmachen durften, Reste einer Karawanendarstellung, weitere Sperrwerke steigerten die Neugierde auf das, was man von Fotos her kannte. – Petra war eine Stadt der Menschen, Tiere durften sie nicht betreten. Deshalb mussten die Karawanen eine Teilkollektion ihrer Waren auf zwei Tiere packen, und diese durften dann bis zum Ende des Siqs gehen. Dort wurde die Ware gesichtet und geprüft, während die Karawane selbst zu speziellen Plätzen auf einem anderen Weg geleitet wurde. - Hinzu kam noch die gewaltige Naturkulisse der senkrecht aufsteigenden 40 Meter hohen Felswände rechts und links, diese Wunderwerke von Wasser, Wind, Sonne, Hitze und Kälte geschaffen. Wie winzig der Mensch ist, wurde einem hier hautnah deutlich. Und dann plötzlich wie aus dem Nichts scheint beleuchtet von der Morgensonne durch einen Felsspalt ein Ausschnitt der berühmten Fassade des Khazne al-Firaun („Schatzhaus des Pharaos“) auf. Der Magie des Augenblicks kann sich wohl keiner entziehen. 43 Meter hoch, 26 Meter breit aus dem Fels von oben nach unten gemeißelt, gespickt mit mythologischen Hinweisen und Chiffren. Wael war die Begeisterung sowohl für das Volk der Nabatäer als auch für dieses Wunderwerk deutlich anzusehen und anzuhören. Sach- und fachkundig erläuterte er Details, die man zwar sah, aber deren Sinn zunächst verborgen blieb. So z.B. beinhaltet der Giebel einen kompletten Kalender: Der Kranz an der zentralen Urne zählt 12 Symbole, Zahl der um den Giebel herumlaufenden Ausbuchtungen im Fries beträgt 365. Wael machte uns auch darauf aufmerksam, dass wir unter ständiger Beobachtung standen. 60 m über uns auf dem Felsen war ein jordanischer Wachtposten postiert, der uns freundlich zuwinkte. Vom Schatzhaus brachen wir dann stadteinwärts auf, vorbei an den Gräbern mit den typischen Treppengiebeln. Dann führte er uns vom Hauptweg weg einen in kurzen Abschnitten etwas schwierigeren Pfad. An kritischen Stellen war Johannes zur Stelle und reichte die Hand, andere aus der Gruppe taten es ihm nach. Entschädigt für die Mühe wurden wir durch Ein- und Ausblicke besonderer Qualität (unbedingt festes Schuhwerk mit guter Profilsohle). Der Ausblick auf das in Stein gehauene Theater, den Opferplatz und andere Gräber von innen mit ihren besonderen Steinverfärbungen werden unvergesslich bleiben. Da, wo sich kaum Touristen zu dieser Jahreszeit hin trauten, hatte ein älterer Beduine in einer Höhle sein Domizil aufgeschlagen, der gastfreundlich einen heißen Tee anbot, der sehr gut tat. Hans schenkte ihm seine Handschuhe, die ihm sicher gute Dienste leisten werden. Es wurde Freundschaft geschlossen. Dann ging es wieder bergab.

Kurz vor Erreichen des Hauptweges wurden auch die Weihrauchbedürfnisse einiger Teilnehmer befriedigt. Ein Beduine, der übergangslos vom Englischen ins Italienische oder dann ins Arabische wechselte hatte dort seine kleine aber sehr feine Auswahl an Weihrauch und anderen wohlriechenden Dingen aufgebaut. Neben dem Verkauf erhielten wir noch eine Schnellkunde in Sachen Weihrauch und Co. Wie alles auf dieser Tour, war die Zeit begrenzt. Die Königsgräber wurden aus der Ferne betrachtet und der Weg entschlossen Richtung altem Zentrum von Petra fortgesetzt, das maßgeblich von den Römern gestaltet worden war. Vorbei ging es an der Stelle, an der der am Eingang zum Siq beginnende Umleitungskanal wieder in die Stadt traf, entlang der Kolonaden zum Haupttempel. Dieser ist die besterhaltene Ruine von Petra, was wohl dem Umstand zu verdanken ist, dass die findigen Baumeister zwischen die steinernen Quader immer Bänder aus Holz eingezogen hatten, die der Mauer bei Erdbeben eine gewisse Elastizität gaben, mit der die Auswirkungen der Erdstöße abgemildert werden konnten.

Wael machte uns auf diese Besonderheit mit seiner angenehmen und fachkundigen Art aufmerksam. Leider hieß es dann wieder den Rückweg antreten, auf dem wir dann Bettina begegneten. Das Kloster, die byzantinische Kirche und andere Sehenswürdigkeiten warten noch darauf, besucht zu werden. Einige traten den Rückweg zu Fuß, andere mit der Kutsche an, alle waren wir pünktlich wieder am Ausgang angelangt. Nach der Besichtigung des dort liegenden Petra Guest House ging es Richtung Wadi Rum. Wael hatte uns allen ein Mittagessen besorgt, neben Hähnchen Döner und Pommes frites auch rohen Salat... was noch Folgen haben sollte... Auf der Wüstenstraße ging es Richtung Wadi Rum, nachdem wir einen letzten Blick auf die Felsenkette geworfen hatten, hinter der sich das Wunder von Petra verbirgt. Wir durchquerten den „jordanischen Grand Canyon“ mit einer spektakulären Aussicht. Das leckere Essen sorgte dann für eine sehr meditative Stimmung im Bus. Kurz vor Erreichen des Wüstencamps wurden die Koffer auf die bereitstehenden Jeeps umgeladen, und dann ging es durch eine atemberaubende Landschaft zum Wüstencamp, das sich als eine sehr komfortable, saubere und stilvolle Unterkunft entpuppte, in der es an nichts mangelte. Nach dem Belegen der einzelnen „Zelte“ hieß es: Sonnenuntergang nicht verpassen. - - Wenn auch nicht so Aufsehen erregend wie erhofft, so doch faszinierend genug - genossen wir die untergehende Sonne, die Stille und die beeindruckende Landschaft. Vor dem Abendessen erhielten wir noch eine Einführung in das Thema: Wie baue ich eine Gruppenreise? Bettina beantwortete souverän und professionell alle Fragen. - Das Abendessen war köstlich, im Sand gebackenes Lamm... Mit wieder unzähligen Eindrücken für Leib, Seele und Verstand gesättigt, ging dieser Tag seinem Ende zu. Dankbar, müde und rundum zufrieden fanden wir in den Schlaf, umgeben von der beeindruckende Stille der Wüste.

Rainer Gattys

16. Februar 2019 – Aqaba

Es ist Samstag, ich wache auf und eine himmlische Nacht im Beduinenzelt mit der Nummer 112 liegt hinter mir. Ich liege in einem großen komfortablen Bett, die Klimaanlage sorgt für behagliche Wärme und das mitten in der Wüste des Wadi Rum. Diese luxuriöse Unterkunft hatte nur noch entfernt etwas zu tun mit einem Beduinenzelt! Ich habe genächtigt wie in Abrahams Schoß - kein Vergleich zum Oskar-Hotel :-) Allerdings traute ich meinen Augen nicht beim ersten Blick aus dem Zelt: Nasser Wüstensand! Es hatte ordentlich geregnet über Nacht und die dunklen Wolken am Himmel verhießen nichts Gutes für unsere bevorstehende Jeep-Safari. Aber zunächst wurde schnell der Koffer gepackt und es ging zum Geburtstags-Frühstück. Heute feierte nämlich unsere Annette ihren Ehrentag!

Die Gesichter einiger Mitreisender verrieten allerdings nicht nur Vorfreude auf den Tag! „Montezumas Rache“ hatte diese Nacht zugeschlagen und so waren einige von uns ziemlich schlapp und geplagt von Magenverstimmungen und Durchfall. Es wurde sich gegenseitig ausgeholfen mit diversen Tabletten und dennoch sattelten wir pünktlich die Pferde bzw. unsere Jeeps. Einige von uns wagten sich trotz des anhaltenden leichten Regens auf die nassen Sitzbänke der Ladeflächen, alle anderen bevorzugten die Fahrt im Inneren der Jeeps.

Es ging querfeldein durch die Wüste, und unsere einheimischen Fahrer stellten mit großer Freude ihre Fahrkünste durch den Sand unter Beweis. Durchgeschaukelt und durchgefroren machten wir Halt an einem Beduinenzelt. Wir genossen warmen Tee am offenen Feuer und kamen ins Gespräch mit den Beduinen über das einstige Leben in der Wüste. Ein ordentlicher Regenschauer demonstrierte uns die Vorteile des Ziegenhaares, aus dem die Zelttücher gewebt waren. Erstaunlicherweise kam nur an wenigen Nahtstellen der Regen durch. Wael erklärte uns, dass Ziegenhaar sich im Sommer bei Hitze ausdehnt und so angenehme Luft ins Zelt lässt. Im Winter hingegen zieht es sich zusammen und schützt vor Regen und Kälte! Perfekt!

Nachdem wir uns etwas aufgewärmt hatten und einige von uns ein typisches Beduinen- Kopftuch als Souvenir erworben hatten, ging es weiter mit den Jeeps durch den roten Sand entlang beeindruckender Gesteins- und Felsformationen. Ein bestechend schönes Terrain, ein Stück Erde, das sich trotz aller vorübergehenden Vereinnahmungen seinen Charakter und seine natürliche Anmut bewahren konnte.

Nächster Stop: Das Antlitz von Lawrence von Arabien! Sein Konterfei ist in einen großen Stein gemeißelt, der vor einer der unzähligen Schluchten in dieser riesigen Wüstengegend thront. Die Jeeps brachten uns letztendlich sicher zu unserem Reisebus zurück. Das Gepäck war bereits eingeladen und es ging weiter in Richtung Aqaba - unserer letzten Station auf dieser fantastischen Reise!

Dort angekommen unternahmen wir zunächst einen kleinen Gang durch die Stadt. Gewürze und Nüsse wurden zunächst probiert, für schmackhaft empfunden und gekauft! Mittlerweile ließ sich auch die Sonne wieder blicken und die Vorfreude aufs Rote Meer stieg. Es ging weiter zu unserem letzten Hotel, dem City Tower Hotel, direkt an der Strandpromenade gelegen. Schnell wurden die Zimmer bezogen, denn nun gab es erstmalig etwas Neues auf dieser Reise: freie Zeit ohne Programm :-) Unsere „Kranken“ nutzten nach dem anstrengenden Tag die Zeit für ein erholsames Schläfchen. Der überwiegende Teil unserer Reisegruppe fuhr mit dem Bus zum nahe gelegenen Berenice-Beach-Club, um bei mittlerweile strahlendem Sonnenschein das Rote Meer und den Strand zu genießen! Dort angekommen machten wir es uns auf den Strandliegen bequem und erlebten Jordanien mal auf eine ganz andere Art und Weise als an den vorausgegangenen Tagen. Da ich nun das erste Mal in meinem Leben am Roten Meer war, musste ich direkt ins Wasser. Zugegeben, ein paar Grad wärmer hätte es sein dürfen :-) Dennoch war es herrlich in diesem absolut glasklaren Wasser zu schwimmen! Plötzlich stellte sich pures Sommer-Feeling bei mir ein. Der Duft von Sonnencreme in der Nase und wenige Stunden zuvor hatte ich noch dick eingepackt mit Mütze und Handschuhen auf dem Jeep gesessen - mehr Kontrast geht nicht! Einige von uns ließen sich mit leckeren Snacks und Cocktails von der Beach-Bar verwöhnen - Christoph und ich haben in Badeshorts ein kühles Corona im Sonnenuntergang genossen - es war einfach nur herrlich! Die Anstrengungen der letzten Tage fielen etwas ab und es tat gut, mal abschalten zu können! Wael machte noch ein obligatorisches Gruppenfoto von uns im Sonnenuntergang und wir fuhren zurück zum Hotel!

Bevor es zum Abendessen ging, haben Christoph und ich noch einen kleinen Spaziergang entlang der Promenade gemacht, um ein wenig das Flair der Stadt und die Abendstimmung einzufangen. Kurz darauf saßen wir bereits alle wieder gemeinsam am Tisch und ein fantastisches Buffet wartete auf uns. Allerdings beging ich einen fatalen Fehler: Ich erwähnte ganz nebenbei, dass Christoph und ich auf dem Zimmer bereits über WLAN online bei Royal Jordanien für den nächsten Tag die beiden Rückflüge eingecheckt hatten! Sofort zückten einige von uns hektisch das Handy und versuchten ebenfalls online einzuchecken. Man hatte den Eindruck, das Abendessen wurde zur Nebensache :-) Es wurden wie wild sämtliche Buchungscodes eingegeben als gäbe es morgen nur noch Stehplätze im Flugzeug :-)

Nach einem wunderbaren Essen ließen wir unseren letzten gemeinsamen Abend in der Hotellobby ausklingen. Unser „Geburtstagskind“ überraschte uns mit kleinen Leckereien und wir dankten von Herzen unserem Reiseleiter Wael und Bettina für die gemeinsame Zeit! Und es hieß bereits an diesem Abend Abschiednehmen, denn vier von uns hatten noch ein paar Verlängerungstage gebucht. Ich muss zugeben, ich war ziemlich neidisch :-). Obwohl wir geschafft und müde von den letzten Tagen waren, unterhielten sich alle noch intensiv miteinander und die gemütliche Runde löste sich noch lange nicht auf. Sicherlich auch ein Zeichen und Ausdruck dafür, wie besonders diese Reisegruppe war! Zufällig zusammengewürfelt und nur wenige Tage beieinander und dennoch so vertraut und freundschaftlich verbunden!

Thorsten Schlüter

17. Februar 2019 – Abreisetag

Heute endet die Inforeise durch Jordanien. Eine Woche liegt hinter uns und der Transfer zum Flughafen steht bevor. Damit auch alle pünktlich aufstehen, hat Bettina den Weckdienst beauftragt, einen Rundruf zu starten. Wir stehen bereits um 05:00 Uhr auf, so dass wir schon vor 06:00 Uhr beim Frühstück sind. Es ist ausreichend Zeit und einer nach dem anderen bedient sich am reichhaltigen Frühstücksbüfett. Dieses Hotel ist zu empfehlen. Nachdem die Koffer verstaut und alle die Stammplätze im Bus zum letzten Mal eingenommen haben, kann unser Fahrer um 06:30 Uhr zum nahe gelegenen Flughafen Aqaba starten. Es ist ein kleiner – fast familiärer – Flughafen und um diese Zeit ist noch nicht viel Betrieb. Da alle am Vorabend bereits das Check-In erledigt haben, geht es am Schalter auch relativ zügig. Das Gewicht des Handgepäcks und auch die Teile spielen keine Rolle. Bei der zweiten Sicherheitskontrolle fällt allerdings auf, dass Thorsten Bier bei sich hat – schweren Herzens muss er die Flasche entsorgen. Der Flug nach Amman ist schnell vorbei – kaum sind wir in der Luft, da setzen wir auch schon wieder zur Landung an und erreichen um 09:00 Uhr Amman. Hier hat Bettina – oder eben TOUR MIT SCHANZ – wieder den Verbindungsmann bestellt, der die Gruppe zur Abfertigung schleust. Und so kommen wir sicher und auch schnell durch, denn die Zwischenzeit beträgt hier nur 50 Minuten. Aber der Flug startet auch mit Verspätung, so dass wir bis zum Boarding doch noch genügend Zeit haben. Nach gut 4 Stunden kommen wir in Frankfurt an und es dauert auch nicht lange, bis alle Teilnehmer die Gepäckstücke am Band entdeckt haben. Eine Woche Jordanien verging wie im Fluge und andererseits hatten wir das Gefühl, als wären wir Wochen unterwegs gewesen, denn vom Programm wurde einfach vom Morgen bis zum Abend viel geboten. Es war eine gelungene Reise mit vielen Eindrücken und interessanten Menschen.

Gerhard Hermann

Noch mehr Inspiration für Ihre GruppenReise finden sie hier. Wir bedanken uns bei allen Autoren für den tollen Einblick in die gelungene InfoReise und freuen uns auf ein Wiedersehen.

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