Ladeanimation
Seite wird geladen …
icon-pfeil-hoch
Zurück NACH OBEN
Flagge

Weißrussland

Die letzte Diktatur Europas? Lernen Sie die vom Tourismus eher unberührte Destination kennen, welche einst von Schweden, Sowjets, Deutschen und Polen umkämpft wurde. Und das inmitten weiter, abwechslungsreicher Landschaften...

Geschichte

Der Name Belarus ist seit dem Mittelalter überliefert. Rus ist die historische Bezeichnung für ein Gebiet in Osteuropa, auf dem die Ostslawen ursprünglich beheimatet waren. Der Name leitet sich vom Volk der Rus ab, welches vermutlich normannischer Abstammung war und in der 2. Hälfte des 1. Jahrtausends n.Chr. die Flüsse dieser Region befuhr. Der Name wird heute überwiegend vom nordischen roðr für „Rudern, Rudermannschaft“ hergeleitet. Der erste Staat auf diesem Gebiet war die Kiewer Rus, die im 11. Jahrhundert ihre Blütezeit erlebte.

Das Adjektiv bely bedeutete im Mittelalter „westlich“. Belarus ist demnach mit „Westliche Rus“ zu übersetzen.

Zahlen & Fakten

Einige Fakten zu Weißrussland

  • ca. 9,5 Mio. Einwohner, davon allein fast 2 Mio. in der Hauptstadt Minsk
  • Mit 207.595 km² entspricht dies knapp 60% der Fläche Deutschlands
  • 30% der Landesfläche sind bewaldet
  • Die höchste Erhebung ist gerade einmal 345 m hoch
  • Bevölkerung: ostslawische Weißrussen (83 %), Russen (8,3 %), Polen (3,1%) und Ukrainer (2,1%). Die ehemals sehr stark vertretene jüdische Minderheit (über eine halbe Mio.) betrug als Folge des Holocausts 1959 nur noch rund 1,9 % der Bevölkerung (etwa 150.000), 2009 wurden nur noch 12.926 (0,1 %) gezählt.
  • Sprache: Amtssprachen sind Weißrussisch und Russisch. Etwa 75 % der Bevölkerung nutzt das Russische als Hauptumgangssprache und nur noch knapp 12 % das Weißrussische (nutzt ebenfalls das kyrillische Alphabet).
  • Religion: 58,9 % der Bevölkerung bezeichnen sich als gläubig. Die größte Kirche in Weißrussland ist die orthodoxe Kirche (mit ca. 82% der Gläubigen), die dem Patriarchen von Moskau untersteht. Katholiken, oft Polen und Litauer, machen ca. 12% aus.
  • Küche: Der unterschiedliche Glaube (orthodox-christlich bei den Kleinbauern, katholisch-uniert beim Kleinadel und Katholizismus beim Hofadel) führte zu einer uneinheitlichen Entwicklung der Kochkunst. Auch der Einfluss der jüdischen Küche auf die Herausbildung der weißrussischen Küche darf nicht unterschätzt werden. Nationalgericht: Draniki, eine Art Kartoffelpuffer.
  • Obst: hauptsächlich Waldbeeren, Äpfel und Birnen
  • Wirtschaft: Die Regierung bevorzugt weiterhin die Planwirtschaft. 15% der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft beschäftigt (im Vergleich: 1,6% in D) – hauptsächlich Kartoffeln und Viehzucht. Wichtige Industriezweige sind die Textilindustrie und die Holzverarbeitung. Seit 1965 wurde der Maschinenbau (Traktoren, Kühlschränke) verstärkt ausgebaut. Innerhalb der Sowjetunion gehörte Weißrussland zu den am weitesten entwickelten Teilrepubliken.

Passende Reisen:

Leider keine passenden Reisen gefunden :-(